3713 Zuschauer, Karl-Liebknecht Stadion, 3. Liga
Dienstagabend, bestes Fußballwetter, der perfekte Tag für einen Besuch im Karli. Der SV Babelsberg 03, der aus den vergangenen fünf Spielen geradezu sensationell 13 Punkte erreichte und sich vom vorletzten Tabellenplatz ins gesicherte Mittelfeld vorgearbeitet hat, empfängt den FC Carl Zeiss Jena, der nach vier Punkten aus den letzten acht Spielen unerwartet in akuter Abstiegsgefahr schwebt. Das Karl-Liebknecht-Stadion wird derzeit saniert, einen Vorgeschmack auf das Endprodukt bietet die bereits fertig gestellte Osttribüne. Diese beherbergt nun neben dem traditionellen Fanblock auf der Gegengeraden einen zweiten Stimmungsblock, der aufgrund der Überdachung deutlich stimmgewaltiger ist.
Der besagte Fanblock auf der Gegengerade blieb zu Spielbeginn zunächst leer. Die Babelsberger Fans protestierten mit dieser Aktion gegen den eigenen Vorstand, der zum Gastspiel von Dynamo Dresden den Heimblock für die Gästefans zur Verfügung stellen möchte. Eine ziemlich dumme Idee, auf die der heimische Anhang die passende Antwort lieferte. Nach drei Minuten wurde der Block stimmgewaltig geentert, sodass nun 3.700 Zuschauer, davon ca. 500 aus Jena dem Spiel beiwohnten. Für Babelsberger Verhältnisse ist das schon eine recht hohe Zuschauerzahl, weshalb die Überlegungen des Vortsandes zumindest wirtschaftlich nicht ganz unbegründet sind.
Das Spiel war in Halbzeit 1 sehr einseitig, die Babelsberger wurden ihrer ungewohnten Favoritenrolle mehr als gerecht und führten durch zwei Tore von Guido Kocer und einen Treffer von Anton Makarenko mit 3:0. Im zweiten Durchgang präsentierte sich Jena nicht mehr ganz so desolat und kam durch einen Elfmeter zum Anschlusstreffer. Aus den folgenden Gelegenheiten kam nichts Zählbares heraus, sodass der Norweger Herrem kurz vor Schluss auf 4:1 erhöhen konnte. Babelsberg ist bereits vier Spieltage vor Schluss so gut wie gerettet, während Jena der Regionalliga entgegentrudelt.
Fazit:
Ein gelungener Fußballabend in der Potsdamer Vorstadt. Die Atmosphäre wie immer in Babelsberg sehr nett, der Verein hätte eigentlich wesentlich mehr Zuschauer verdient.
- Bratwurst: ganz ok
- Boulette: gut
- Bier: gut (Rex Pils)
- Programmheft: NULLDREI ist eines der besten der Liga und gefällt durch seine unkonventionellen Beiträge







